<- Zurück zur Übersicht

13. Oktober | 12:00 Uhr

Sprachkommunikationssysteme jenseits der Akustik

Sprache ist ein komplexer Prozess, der eine breite Palette von Biosignalen aussendet, einschließlich, aber nicht beschränkt auf akustische Signale. Diese Biosignale – die von den Artikulatoren, den Aktivitäten der Artikulationsmuskeln, den Nervenbahnen und dem Gehirn selbst stammen – können verwendet werden, um Einschränkungen der konventionellen Sprachverarbeitung zu umgehen und Einblicke in den neuronalen Prozess der Sprachproduktion zu gewinnen.

In meinem Vortrag werde ich laufende Forschungsarbeiten am Cognitive Systems Lab (CSL) der Universität Bremen vorstellen. Unter anderem analysieren wir sprachbezogene Muskel- und Gehirnaktivitäten mit Methoden des maschinellen Lernens und nutzen diese zur Entwicklung von Sprachkommunikationssystemen jenseits der Akustik. Ich werde mehrere unserer Prototypen vorstellen, wie beispielsweise Systeme zur Lautlosen Sprachkommunikation, die auf der Interpretation von Muskelaktivitäten basieren sowie Gehirn-Computer Systeme, die aus Hirnaktivitäten Text und Sprache erzeugen. Unser aktuellster Prototyp einer Neurosprachprothese kann vorgestellte Sprache hörbar machen – und das mit sehr geringer zeitlicher Verzögerung.

Hier spricht:

Informatik-Professorin (Lehrstuhl für Kognitive Systeme), Direktorin des Cognitive Systems Lab (CSL)
Universität Bremen

Mehr aus unserem Programm

Scroll to Top